Das Fischereiamt Lauenburg und Hohnstorf

Am 8. Mai 1597, also bereits vor 400 Jahren, stellte Herzog Franz von Sachsen, Engern und Westfalen dem Fischereiamt Lauenburg und Hohnstorf (Vorläufer der späteren Fischereigenossenschaft) eine „Fischerrolle“ aus, d.h. die Fischer erhielten das Recht, in der Elbe zu fischen. Am 1. Mai 1641 wiederholte Herzog August diese Verfügung und ernannte Johann Marbes und Klaus Harms zu „Älterleuten“ (Vorstand).

Von 1598 bis 1893 galt die Fischereiberechtigung zwischen den heutigen Elbkilometern 562,2 (bei Barförde) und 583,1 (bei Obermarschacht) für stets zehn Hohnstorfer und zehn Lauenburger Fischer, die im „Fischereiamt Lauenburg und Hohnstorf“ vereint waren.

Die Fischer hatten auf der Hohnstorfer Seite zunächst kleine Fischerhütten für ihre Fischereigeräte gebaut, die im Laufe der Zeit zu Wohnhäusern erweitert wurden. Es entstand der heutige „Fischerzug“.

Die „Fischerrolle“ verpflichtete die Fischer – so auch die Hohnstorfer – jeden Morgen Fische auf dem Lauenburger Marktplatz feilzubieten. Erst nach der Marktzeit durften sie, von Haus zu Haus gehend, ihre übrig gebliebene Ware verkaufen.

Das Fischereiamt Lauenburg und Hohnstorf